Lothar Mattäus Gruber

Vom tiefsten Niederbayern kam er, um in Rosenheim sein Können zu beweisen. Als Lümmel der ersten Bank bewies der junge Schreinergeselle, dass man auch mit wenig Berufserfahrung gute Noten schreiben kann.

Er war nicht nur ein Holzer, was seinen Beruf anbelangt, sondern auch in seiner Freizeit beim Fußballspielen. In dieser Disziplin war er eine richtige Sportskanone und jeder Stürmer macht vor Angst in die Hosen. Im 3. und 4. Semester zog er sich dann eine kronische Krankheit (Schwimmreifen, ca. 8 kg schwer) zu. Diese Krankheit ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass er bestimmte Genussmittel nicht verabscheute. So war es zum Beispiel bei ihm zur Gewohnheit geworden, sich nach der Schule ein kühles Weißbier reinzuziehen und sich ein halbes Stündlein in die Waagerechte zu begeben.

Bei einem übermäßigem Konsum von Weißbier stellte sich bei Matthäus heraus, dass das Verantwortungsbewusstsein stark nachließ. So war es zum Beispiel der Fall, als am Sportfest der hart umkämpfte Siegerpokal, der in seinem Gewahrsam war, mit einer erstaunlichen Leichtigkeit vom Gegner gestohlen werden konnte. Die Auslöse für den Pokaldeckel war eine Fete am Happinger Ausee, auf der Matthäus wiederum auf seinen Weißbierkonsum kam.

In der Schule war unser Herr Gruber ein sehr lernfreudiger Mitschüler, der es vorzog, anstatt an den See zu fahren sich zu Hause mit seinen Unterlagen zu beschäftigen. Da er durch sein vieles Lernen die Schule auf der linken Arschbacke absaß, übernahm er noch das Amt des Layout-Experten der Schülerzeitung "Der Rosenheimer".

Lieber Mattäus, wir hoffen, dass Du im beruflichen, wie auch privaten Werdegang genauso erfolgreich bist, wie wir es von Dir gewohnt sind.

 

 


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